„Wer immer bleibt, ist niemals weg!“ Kein Zitat könnte Sigrid Spörks bisheriges Leben besser beschreiben. Sie ist nur nie geblieben. Die in Graz geborene Steirerin hat so in ihren bisherigen 29 Jahren schon viel gesehen: vom harten Pflaster Londons übers verträumte Rom bis zum pulsierenden Berlin. Doch sie betritt nicht nur Metropolen, sondern auch auf der Landkarte schwer zu findende Dörfer. Im September 2010 ist sie beispielsweise im obersteirischen Pürgg gelandet, einem kleinen Örtchen nahe Bad Mitterndorf. Dort stand sie als Bernadette für den Spielfilm „Bollywood lässt Alpen glühen“ vor der Kamera. Als junge Produktionsassistentin kämpft sie neben Alexandra Neldel („Verliebt in Berlin“) darum, einen indischen Film in den steirischen Bergen umzusetzen.
Die Schauspielerei und die Musik prägten schon immer das Leben der Künstlerin. 2004 schloss sie ihr Studium als Sängerin und Schauspielerin an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab. „Schauspiel in Österreich bedeutet viel einzustecken und große Ausdauer zu haben. Mein Antrieb war immer mein großer Wunsch auf der Bühne zu stehen!“, schildert Spörk ihre ersten Erfahrungen. Die Steirerin hatte neben Talent auch Glück und vor allem Durchhaltevermögen. Bereits während ihres Studiums bekam sie die Möglichkeit erste Bühnenluft zu schnuppern. Dem folgten bald Auftritte im Theater der Jugend und im Kabarett Simpl in der Erfolgsproduktion „Krawutzi Kaputzi“, wo sie als Katze Minki für Lacher sorgte. Das Puppentheater, bei dem Werner Sobotka Regie führte, wurde über 300 Mal gespielt und vom ORF aufgezeichnet.
„Die Bühne ist meine heimliche Geliebte, aber mit dem Film bin ich verlobt. Ich wollte mich nie nur auf eine Sache konzentrieren“, betont die leidenschaftliche Schauspielerin lächelnd. Darum wurden ihr Theaterproduktionen schon bald zu wenig und sie feierte als Geliebte von Andreas Vitasek in „Und ewig schweigen die Männer“ (2007) frühen TV-Erfolg. In knapp vier Jahren spielte die Judendorferin in 12 Produktionen, darunter “Der Besuch der alten Dame” mit Christiane Hörbiger und Regisseur Nikolaus Leytner, „Ein halbes Leben“ mit Josef Hader, im Kinofilm „Der Fall des Lemming“ mit Roland Düringer und Fritz Karl sowie im Kinofilm „Echte Wiener 2“ mit Kult-Figur Karl Merkatz.
Neben den Filminteressierten, gewann die Steirerin auch unter Kindern schnell Fans. Als Vivi, der Partnerin von Franz Ferdinand, sorgt sie täglich in der ORF-Serie „saugut“ für beschwingte Unterhaltung. Als wären all diese Projekte nicht schon genug, ist Spörk alljährlich zur Winterzeit mit dem Kabarett „Heuer schenken wir uns nichts“ neben Serge Falck auf Österreich-Tour. Weiters singt sie wohl als erste Österreicherin Songs von Tom Waits („Tom Waits and more“ mit Ausnahmegittarist Stefan Wedam) und geht mit dem Grazer Musiker Calim regelmäßig auf Tourneen, wie erst kürzlich in Berlin und Rom. „Ich liebe mein Leben, gehe meinen Weg, halte immer Ohren und Augen offen und hoffe nur eines: dass es so bleibt!“, äußert Sigrid Spörk ihren Zukunftswunsch.
Kino
2010 – „Echte Wiener 2“, Regie: Barbara Gräftner
2008 – „Der Fall des Lemming“, Regie: Nikolaus Leytner
TV
2010 – „Schlawiner“, Regie: Paul Harather, ORF
2010 – Hauptrolle in „Bollywood lässt Alpen glühen“, Regie: Holger Haase, ORF/SAT 1
2009 – „Tante Herthas Rindsrouladen“, Regie: Peter Gersina, ORF/SAT 1
2009 – „Sisi“, Regie: Xaver Schwarzenberger, ORF/RAI 1/ZDF
seit 2008 – Hauptrolle in „Saugut“, ORF Kinderfernsehen Okidoki
2008 – Hauptrolle in „Camera Cafe“, Regie: Leo Bauer, Pilotsendung ORF
2008 – „Der Besuch der alten Dame“, Regie:Nikolaus Leytner, ORF/ZDF
2007 – „Ein halbes Leben“, Regie: Niklaus Leytner, ORF/ZDF
2007 – Hauptrolle in „Und ewig schweigen die Männer“, Regie: X.Schwarzenberger, ORF/BR
2006 – Hauptrolle in „Entscheidung für Mia“, Regie: A. Bräuer, Pilotsendung ORF
Theater
2009-10 – „Heuer schenken wir uns nichts“, Musikkabarettprogramm mit Serge Falck
2006-10 – „Krawutzi Kaputzi-Strengstes Jugendverbot“ im Kabarett Simpl Wien, Regie: Werner Sobotka
2008 – „Honk” im Theater der Jugend Wien, Regie: Henry Mason
2007 – „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira Lobe im Schloß Katzelsdorf/Nö, Regie und Musik: Norberto Bertassi
2006 – Gil in „Die Geggis“ von Mira Lobe im Stadttheater Wiener Neustadt, Regie und Musik: Norberto Bertassi
2005 – Lilo in „Herr Paul“ von Tankred Dorst im Theater Experiment Wien, Regie: Gertraud Frey/Fritz Holy
2005 – Ensemble und Cover Solistin in der „Magna Racino Show“ und “Sommernachtsträume” im Magna Racino Austria
2004 – Ensemble in der „Zirkusprinzessin“-Schloßfestspiele Langenlois, Regie: Kurt Huemer
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